Tube![]() kann Computerprogramme in fast jeder x-beliebigen Programmiersprache schreiben, hat mal früher sogar ein Computerspiel gemacht. Das Spiel heißt Atomino. Mit etwas Glück findetst du im Netz eine Raubkopie des Uraltgames. Außerdem testet Tube derzeit in einem aufopferungsvollen Selbstexperiment an einer private University in Berlin, was Lohnarbeit ist. ![]()
| Ficken!22.2.2010![]() 14 Uhr am Nachmittag. Es ist mal wieder so passiert, daß ich die ganze Zeit auf dem Sofa liege und denke: Mann, Mann, Mann Tube, du kannst doch nicht den schönen Tag so sinnlos davon streichen lassen, du könntest jetzt wirklich mal was anständiges tun, zum Beispiel ficken. Hui! Gute Idee. Da hätte ich glatt Lust zu. Warum auch nicht? Wenn ich mich so zurückerinnere, das war doch im wesentlichen immer, ja, nee, doch, das hat eigentlich irgendwie immer Spaß gemacht. Jetzt zu ficken, ist keine schlechte Idee. Na gut. Alleine geht's natürlich nicht. Aber vielleicht kann man da ja was machen. Ich ziehe das Telefon ans Sofa und überlege, wen ich nun anrufen und um Teilnahme beim Ficken bitten könnte. Vielleicht A. Die macht das bestimmt. Wenn ich sie jetzt anrufe und frage, ob sie Bock zum ficken hätte ... Nee, nee, nee. Ficken klingt blöd. Das kann ich nicht so sagen. Ficken, das ist ja so ein Wort, so ein derbes, damit kommt man nicht weit. Eher bumsen, poppen oder vögeln, Geschlechtsverkehr, begatten, ob sie vielleicht Lust hätte, ein Beischläfchen zu verüben, den Akt zu vollführen, einfach ficken? Nee, nee, nee. Das muß ich irgendwie anders sagen. Unauffälliger. Mehr indirekt. Vielleicht: Hallo A. Hast nicht immer erzählt, daß du später mal Kinder haben möchtest. Dafür solltest du aber jetzt schon üben! Ich helfe dir natürlich, wo ich kann ... Nee, nee, nee. So geht das auch nicht. Wie mach ich das denn jetzt? Ach scheiß drauf! Ich rufe einfach an, und der Rest ergibt sich dann schon irgendwie. Okay, Telefonnummer von A. eingetippt ... Rufzeichen ... Ah! Sie geht ran! "Hallo A.! Hier ist Tube. Ähm. Tja. Na, wie geht's so, wir haben uns ja lange nicht gesehen?" ... "Ja, ja auch. Wieso ich anrufe? Na ja, wegen, weil, na einfach nur so. Wollte mal fragen, wie's dir so geht, und tja, weil das Wetter ist gerade ziemlich blöde und da dachte ich ... " ... "Was? Wie kommst du denn jetzt darauf? Notgeil? So ein Quatsch. Absoluter Blödsinn. Nicht im geringsten. Nein. Ich wollt einfach mal eben anrufen und so ein bißchen quatschen, ich meine, man könnte sich ja auch mal wieder treffen, vielleicht ... " ... "Wie bitte? Was? Ins Knie? Ich mich?" Jetzt hat sie dieses Wort auch noch von selbst gesagt und dann einfach aufgelegt. Ich soll mich ins Knie ficken. Das ist wohl als dreiste Beschimpfung gemeint gewesen. Fick dich ins Knie! Wieso sagt sie so was? Wieso sagt man so was überhaupt? Vielleicht, weil es rein technisch eine schwierige Übung ist, und man den anderen damit ärgern möchte, indem man sagt, er solle etwas tun, was er nicht kann? Obwohl. Könnte ich ja mal ausprobieren. Aber ... so richtig ins Knie ist wohl Unsinn? Wenn man fickt, muß man irgendwo reinficken. Da möchte ich mal annehmen, daß mit Fick dich ins Knie, doch eher Fick dich in die Kniekehle gemeint sein soll. Gut. Das probier ich jetzt aus. Hose ausgezogen, Schlüpfer auch. Und? Nee, nee, nee, das sehe ich doch jetzt schon, das reicht nicht. Oder? Wenn ich jetzt das Bein so anwinkle und ganz doll ranziehe? Uff! Nee, das klappt nicht. Vielleicht mit ganz viel Yogatraining? Nee. Wenn ich's mir ganz genau betrachte, handelt es sich hierbei um ein Dreieck. Die eine Kante bildet der Oberschenkel bis zum Knie und hat konstante Länge, die andere Kante geht vom Oberschenkelansatz bis zur Mitte hin und ist ebenfalls konstant lang, und die letzte Seite des Dreiecks ist der Schwanz selber, zwar mit variabler Länge, aber, da bin ich mir sicher, niemals so lang wie die Wurzel aus Oberschenkel zum Quadrat plus Abstand zwischen Oberschenkelansatz bis zur Mitte zum Quadrat. Und wenn ich das Bein seitlich abspreize oder schräg nach innen ziehe, muß ich vom Radikanden noch zwei mal Oberschenkellänge mal Oberschenkelansatz bis zur Mitte hin mal dem Kosinus des Winkels, den der Oberschenkel zur Strecke von Oberschenkelansatz bis zur Mitte aufspannt, subtrahieren. So lang wird der nie bei mir. Da kann ich ja lange probieren, mich ins Knie zu ficken. Gut. Es ist nicht möglich, jedenfalls nicht für mich. Da hat mich A. also voll beleidigt. Ich kann das nicht. Er ist zu kurz. Und das soll wohl Fick dich ins Knie im Unterton aussagen: Deiner ist eh zu kurz. Reiß dir doch ein Bein raus, du Spinner! Gut, das mach ich nicht. Nö. Will gar nicht mehr ficken. Wenn ich mir das so überlege, na, nee, doch ... eigentlich hat das noch nie so richtig Spaß gemacht. Nö. Macht keinen Spaß. Nö. So. Und jetzt schauen wir uns einmal diese "Lach"-Nummer des Comedians Stephan Bauer an:Auf Anhieb bemerkt man frappierende Parallelen zu meinem Text. Daher unterstelle ich Stephan Bauer, dass er bei mir abgeschaut hat. Doch bei genauerer Untersuchung stellt man fest, dass er noch etwas Eigenes hineingebracht hat - vermutlich, damit es nicht aussieht, wie eine Kopie meines Werkes. Und das, was er selbst hineingebracht hat, sind Fehler - peinliche Denk- und Rechenfehler.Er sagt: "Können Sie sich das räumlich vorstellen? Die eine Seite ist der Oberschenkel, die zweite Seite der Unterschenkel und die dritte Seite der Penis ..."Ja sicher, kein Problem, das können wir uns vorstellen. Sei a der Oberschenkel, b der Unterschenkel und c der Penis, dann veranschaulichen wir uns das mit dieser kleinen Skizze: ![]() Für den Fall, dass der Winkel zwischen a und b 90° beträgt, wir es also mit einem rechtwinkligen Dreieck zu tun haben, können wir, um die Länge von c zu berechnen, den Satz des Pythagoras anwenden: ![]() Und was haben wir nun eigentlich ausgerechnet, wenn wir die Länge von c bestimmt haben? Na? Die benötigte Penislänge, um bis zum Hacken zu kommen. Stephan Bauer errechnet nicht, wie er vorgibt, die notwendige Penislänge, um sich ins Knie zu ficken, sondern jene, um sich in die Hacken zu ficken. Bei einem Winkel Gamma von 90° zwischen a und b und zu Grunde gelegter Ober- und Unterschenkellänge von 50 cm ist das natürlich schwer möglich, da eine Penislänge von etwa 70,71 cm benötigt würde. Nun geht Stephan Bauer aber noch einen Schritt weiter und wagt sich an den Kosinussatz, der eine Verallgemeinerung des Satzes von Pythagoras ist und auch Winkel zwischen a und b ungleich 90° berücksichtigt. Hier der Kosinussatz: ![]() Und Stephan Bauer erklärt es so: "Oberschenkel im Quadrat plus Unterschenkel im Quadrat minus zwei mal Ober- mal Unterschenkel multipliziert mit dem Kosinus der Kniekehle und daraus die Wurzel. Und so lang wird er auch nicht." Nein? So lang wird er auch nicht? Wirklich nicht? Was ist, wenn der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel 0° beträgt? Ein Winkel von 0° in der Kniekehle ist in der Realität annähernd erreichbar, und wenn Ober- und Unterschenkel, wie Stephan Bauer voraussetzt, gleich lang sind, ergibt sich nach dem Kosinussatz eine benötigte Penislänge von 0 cm. Und so lang wird er auch nicht? Wovon redet Stephan Bauer überhaupt? Egal, wovon er redet, Stephan Bauer kann sich gerne mal in die Hacken ficken, denn das geht auch mit 0 cm. Sinnvolle Berechnungen zur Frage, ob man sich ins Knie ficken könne, stellt er nicht an. Hier noch eine Skizze, wo das "Kniefickdreieck" korrekt eingezeichnet ist, so wie ich es in meinem Text beschrieben habe: ![]() Die Länge des Unterschenkels bzw. der Winkel zwischen Unter- und Oberschenkel spielt für die Frage, ob man sich ins Knie ficken könne, nämlich überhaupt keine Rolle. In der Schule hätte es für Stephan Bauer wohl geheißen: Abgeschrieben? Und dann auch noch falsch? 6! Setzen. |
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